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Foodguide Sankt Petersburg

Essen gehört für mich zu den wichtigsten Dingen im Urlaub. Gerade wenn ich in neuen Ländern bin möchte ich die für das jeweilige Land typischen Restaurants besuchen und die Speisen probieren. Während unserer Zeit in Sankt Petersburg haben wir so einige Restaurants und Cafés ausprobiert und waren immer super zufrieden. Normalerweise bin ich was Essen angeht nicht der experimentierfreudigste Mensch, aber diesmal habe ich wirklich viele neue Dinge bestellt, die ich normalerweise nicht gewählt hätte und war jedes Mal positiv überrascht.

Ich habe einige der besten Lokale, in denen wir waren, in Form eines kleinen Foodguides zusammengetragen. Falls ihr also mal nach Sankt Petersburg kommen solltet (was ich euch nur ans Herz legen kann!), findet ihr hier eine kleine Auswahl an tollen Food-Locations.


Metropol

Ihr könnt es euch anhand der Bilder bestimmt schon denken, aber die Kuchen hier sind sowas von lecker! Ich hatte den Karottenkuchen und mmm, der war so schön saftig und einfach nur richtig gut. Dazu hatte ich noch ein Kokosnuss-Milchshake, welches auch mega lecker war. Für die nachmittägliche Kaffeepause ist dieses Café super geeignet.

Adresse: Nevskiy Prospekt 9, Sankt Petersburg

Market Place

Omelett, Kartoffelfrikadellen, Pancakes, Porridge, Kuchen oder frische Smoothies – hier kommt jeder auf seine Kosten. Beim Betreten des Restaurants bekommt jeder Gast eine Karte, auf welche alles aufgebucht wird, was man sich holt, bezahlt wird beim Rausgehen. Das Essen ist wirklich super lecker, besonders die mit Hühnchen gefüllten Pancakes waren mega. Zu fast allen warmen Speisen wird Sour Cream gereicht, welche ich sowieso abgöttisch liebe. Das Ambiente ist klasse, mir gefällt dieser moderne Stil total gut. Ganz große Empfehlung von mir!

Adresse: Nevskiy Avenue, 92, Sankt Petersburg
The Répa

Dieses Restaurant befindet sich ganz in der Nähe des berühmten Mariinski Theaters, in welchem wir uns eine Balletvorstellung angesehen haben. Vorher haben wir uns im Répa noch ein leckeres Abendessen gegönnt. Ich habe hier wirklich ganz neue Dinge ausprobiert, die mir wirklich gut geschmeckt haben. Das Restaurant ist super schön eingerichtet, besonders die Stühle fand ich absolut stylisch. Die Speisekarte ist sehr übersichtlich und witzig gemacht, da die Gerichte in “Garden” (vegetarisch), “Land” (Fleisch) und “Ocean” (Fisch) eingeteilt sind.

Adresse: Teatralnaya Sq.,18/10, Sankt Petersburg
Bushe

Wir waren insgesamt 3 mal in diesem Café frühstücken und immer wieder hellauf begeistert. Ich hatte jedes Mal das Lachsbaguette, weil es einfach so unglaublich gut geschmeckt hat, das süße Karamel-Nuss-Törtchen war aber auch super lecker. Ich habe im Bushe auch zum aller ersten mal den so gehypten Matcha Latte probiert und fand ihn zwar schon gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem ganz gut.  Solltet ihr mal nach Sankt Petersburg kommen, schaut auf jeden Fall hier vorbei.

Adresse: Ulitsa Marata, 3, Sankt Petersburg
Beer Family

Das “Beer Family” ist riesig und eine Mischung aus einem Restaurant und einem Pub. Jetzt während der WM werden dort die Fußballspiele übertragen und die Stimmung ist dabei super. Es gibt zig verschiedene Biersorten und eine große Auswahl an leckeren Speisen. Die Portionen sind recht klein, dafür kann man aber viel Unterschiedliches probieren.

Adresse: Nevskiy Ave., 47, Sankt Petersburg

Wir waren noch in zwei weiteren Restaurants, von denen ich jedoch keine Bilder gemacht habe. In meinem Lieblingsrestaurant, in welchem in den mit Abstand leckersten Burger ever gegessen habe (wirklich, ich war im siebten Food-Himmel!), wollte ich jetzt nicht unbedingt wie so ein Ober-Tori die Kamera auspacken. Es heißt Blok und ist wirklich sehr sehr edel (und dementsprechend auch etwas teuer, jedoch ist es nichts im Vergleich zu den Preisen in unseren Top-Lokalen in Deutschland) – dennoch wird, zumindest von den ausländischen Gästen, keine schicke Abendgarderobe erwartet. Alles war super lecker und vorallem der Burger war wie gesagt der HAMMER.

Adresse: Potemkinskaya St., 4, Sankt Petersburg

Den allerersten Urlaubstag haben wir im Banshiki ausklingen lassen und auch dort hat es allen super geschmeckt. Es wurde selbstgemachtes Brot sowie kleine Brötchen mit verschiedenen Aufstrichen gereicht, außerdem haben wir eine Auswahl an Vorspeisen bestellt (die Reibekuchen mit Lachs waren klasse) und meine Hauptspeise, eine mit Käse gefüllte Truthahn-Frikadelle und dazu Kartoffeln, war auch sehr gut. Das Essen ist typisch Russisch, genau wie wir es wollten.

Adresse: Degtyarnaya St., 1A, Sankt Petersburg

Ps: Probiert unbedingt auch die russische “Borschtsch”, eine Suppe aus Roter Beete, Zwiebeln, Weißkohl, Karotten, Kartoffeln, Tomaten und Rindfleisch. Meist wird noch eine Art Sour Cream dazu gereicht. Ich bin normal gar nicht so der Suppenmensch, aber diese hier kann ich euch echt nur empfehlen.

Auch den Biss in eine Pirogge, eine gefüllte Teigtasche, solltet ihr euch nicht entgehen lassen, wenn ihr schonmal in Russland seid. Bei der Füllung gibt es zig verschiedene Varianten. Meine Lieblinge waren Spinat-Feta und Hackfleisch, es gibt sie aber auch mit Fisch, Pilzen etc. Love it!


Ahh, beim Schreiben dieses Food-Guides habe ich wieder so richtig Lust auf die russischen Leckereien bekommen. Ich werde definitiv nicht das letzte Mal in Russland gewesen sein – ich freue mich jetzt schon auf die leckeren Speisen und darauf, noch mehr von dem riesigen Land zu entdecken!


Liebt ihr es auch so, im Urlaub neue, landestypische Speisen zu probieren? In welchem Land hat es euch bisher am besten geschmeckt?

Eindrücke + Traveltipps | Sankt Petersburg

So meine Lieben,
nach 6 wundervollen Tagen bin ich wieder aus dem WM-Gastgeberland Russland zurück. Ich habe gemeinsam mit Familie und Freunden die Millionenstadt Sankt Petersburg unsicher gemacht und kann dazu vorweg schonmal eins sagen: Wow! Eindrücke + Traveltipps | Sankt Petersburg weiterlesen

9 Dinge, die ich auf der Reise gelernt habe

Wie ihr wisst habe ich die letzten Monate im Ausland verbracht. Genauer gesagt: In Neuseeland und Australien. 4 Monate sind eine gute Freundin und ich herumgereist, haben viele tolle (und auch nicht so tolle) Orte besucht, eine Menge gesehen und erlebt und sehr viel dazugelernt.

Ich habe unterwegs des Öfteren gemerkt, dass ich mich verändert habe und über gewisse Dinge anders denke als vorher. Sein gewohntes Umfeld verlassen, die Welt bereisen, lange von zuhause weg sein: All das prägt und verändert einen, eröffnet neue Horizonte und liefert eine riesige Portion neues Wissen. Einige der wichtigsten Dinge und Lektionen, die ich auf der Reise gelernt habe, habe ich für euch aufgeschrieben. 9 Dinge, die ich auf der Reise gelernt habe weiterlesen

I’m back

Hey ihr Lieben,

es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht bei euch gemeldet habe. Seit ich aus Australien zurück bin, ging es ziemlich drunter und drüber bei mir und da war leider einfach keine Zeit für den Blog…

Jetzt bin ich aber ganz offiziell zurück! I’m back weiterlesen

Die Zeit rennt

Das Phänomen “Zeit” ist wirklich unerklärlich. Gestern stand sie fast still, heute rinnt sie einem aus den Händen wie Sand…

Ich weiß noch, wie ich einen Beitrag geschrieben habe, als ich 40 Tage weg von zuhause war. Ich konnte es absolut nicht glauben, dachte, das sei eine richtig lange Zeit. Und jetzt? Jetzt sind es 108. Die Zeit rennt weiterlesen

Die Augen machen die besten Bilder

Kennt Ihr das? Diese Momente, in denen man sich komplett frei fühlt, pures Glück spürt und realisiert, wie gesegnet man eigentlich ist? Ich befinde mich gerade in so einem Moment, oder eher einer ganzen Reihe davon. Die Augen machen die besten Bilder weiterlesen

Sonnige Grüße aus OZ

ANZEIGE// Wir sind in Australien – endlich! Nach aufregenden und super tollen 2 1/2 Monaten auf der Nord- und 11 Tagen auf der Südinsel Neuseelands (alle Beiträge dazu ihr in der Kategorie “Travel”) sind wir an vergangenem Samstag in Australien gelandet, wo wir den letzten Teil unseres Reiseabenteuers verbringen werden. Es geht hier innerhalb der nächsten 29 Tage zunächst an viele verschiedene Orte an der East Coast bis hoch nach Cairns und zuletzt noch nach Sydney. Sonnige Grüße aus OZ weiterlesen

Auckland bei Nacht

Wie ihr auf Instagram vielleicht mitbekommen habt, sind wir mittlerweile wieder zurück in Auckland Central, wo wir die letzten Tage bis zum Flug auf die Südinsel verbringen. 

Zusammen mit zwei anderen Backpackermädels sind wir bei einem Couchsurfinghost untergekommen und fühlen uns dort super wohl. Er hat innerhalb der letzten Jahre schon über 100 (!) Backpacker gehostet. Am Sonntag hat er uns auf eine Sightseeingtour mitgenommen, auf der er uns drei wunderschöne Strände in der Umgebung Aucklands sowie die Nightmarkets in Glenfield gezeigt hat. Wir haben so viel tolles gesehen und erlebt und sind unserem Host wirklich super dankbar dafür, dass er seine Zeit und seinen Sprit für uns „geopfert” hat, um uns einen tollen Tag zu bereiten.

Wir hatten also wirklich Glück, dass unser Host sich als „Hobby-Travelguide” entpuppt hat. Das Highlight an der ganzen Sache ist jedoch dass er in einem hübschen kleinen Apartment wohnt. In einem Hotel. Vier Sterne. Mit Dachterrasse. Inklusive Pool. Ja, ja, ja, ihr habt richtig gelesen! Wir waren im Vorfeld schon total hyped deswegen, aber als wir am Samstagabend dann wirklich dort oben waren – wow!

Auckland bei Nacht ist einfach der Hammer und die Dachterrasse bietet einen absolut fantastischen Ausblick darauf. Auf der einen Seite ist der SkyTower zu sehen, der 328 Meter in den Himmel ragt, auf der anderen die hohen Bürogebäude mit ihren gläsernen Fassaden, die hell erleuchteten Straßen und die vorbeifahrenden Autos, die sich im Glas spiegeln und vereinzelt auch ein paar wenige Menschen auf den Gehwegen. Im Hintergrund lässt sich der Hafen mit den unzähligen Segelbooten erahnen, doch genaue Strukturen sind nicht erkennbar, das Wasser wirkt tiefschwarz. Die riesige Autobrücke und die Gebäude, die sich im Wasser spiegeln, würden das perfekte Postkartenmotiv ergeben. Egal wohin man sieht: Gold, Gelb, Rot, Blau; Glitzer, Glanz und Schimmer: Millionen von Lichtern, absolut magisch!

So richtig perfekt machte diese Szenerie an diesem Abend der Vollmond, welcher hoch am Himmel stand. Die Bühne war ganz seine, denn es waren kaum Sterne am Himmel zu sehen. Weiß-graue Wolken zogen in Schlieren am Mond vorbei, was die mystische Wirkung der Szene noch verstärkte.

Die Geschichten und Erzählungen über den Vollmond scheinen wahr zu sein: Ich fühlte mich von seinem Licht magisch angezogen, musste ihn einfach immer wieder anstarren, war wie hypnotisiert. Er ließ die hohem Gebäude unter ihm erstrahlen und noch beeindruckender wirken.

Wir waren seitdem natürlich nochmal dort oben und wieder war ich absolut fasziniert von der traumhaften Aussicht, konnte auch diesmal nicht genug davon bekommen. Wenn ich dort oben stehe, bin ich komplett auf die Stadt unter mir und um mich herum fokusiert. Ich lasse meinen Blick immer und immer wieder langsam über das nächtliche Auckland schweifen, halte ab und zu inne, um alles aufzusaugen und lasse ihn dann weiter wandern… Den Gesprächen meiner Freunde lausche ich zwar nebenbei, doch ich beteilige mich nicht groß daran. Lieber möchte ich die Aussicht genießen, mich vollkommen darauf konzentrieren. 

Diese glitzernde, funkelnde Skyline, in strahlendes Mondlicht getaucht, zieht mich jedes Mal einfach sofort in ihren Bann, fesselt mich, lässt mich die Zeit vergessen. Ich könnte die ganze Nacht dort stehen, würde es nicht nach einiger Zeit ganz schön kalt werden. Bei jedem Schritt, den ich mich schließlich von der Dachterrasse in Richtung Aufzug entferne, dreht sich mein Kopf fast schon automatisch nocheinmal, um so lange wie möglich einen Blick auf die Skyline zu haben.

Heute Abend ging es noch ein letztes Mal dort hoch, in weniger als 12 Stunden heißt es dann entgültig “Goodbye Auckland, goodbye Nordinsel”. Denn wir fliegen morgen nach Christchurch, wo wir 11 Tage verbringen werden. Das ist zwar leider nicht sonderlich lange, aber wenigstens haben wir dann einen kleinen Teil der Südinsel gesehen und das ist schließlich besser als gar nichts, zumal der Trip dorthin eigentlich gar nicht eingeplant war. Aber nachdem uns gefühlt jeder Neuseeländer, den wir getroffen haben, gesagt hat, dass die Südinsel landschaftlich noch schöner und faszinierender sei als die Nordinsel, konnten wir gar nicht anders als umzuplanen und vor Australien noch auf die Südinsel zu fliegen.

Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt auf Christchurch und die Umgebung und natürlich auch auf unsere Gastfamilie dort. Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten! 

Heute haben wir noch den letzten Tag und Abend mit den anderen Backpackermädels genossen und werden jetzt schlafen gehen. Schließlich müssen wir morgen fit sein, da dann der letzte kleine Teil unserer Neuseelandreise beginnt. Krass, wie schnell die Zeit im Endeffekt doch vergeht… 

232 Meter über dem Meer

Es gibt unzählige wunderschöne Orte auf der Welt – ein Leben ist viel zu kurz, um sie alle zu besuchen. Ich habe zur Zeit das Glück und das Privileg, herumreisen und viele dieser Orte entdecken zu dürfen. Jeder davon hat seinen eigenen Charme, und seine Art, mich zu faszinieren, zu beeindrucken, mir den Atem zu rauben. Einer davon hat sich ganz besonders tief in meine Erinnerung gebrannt: Die Spitze des Mount Maunganui, einem 232 Meter hohen Berg, der seit 2,35 Millionen Jahren über Tauranga in der heutigen Region Bay of Plenty thront. Letzten Samstag haben wir uns bei über 20 Grad und Sonnenschein bis ganz nach oben gekämpft – und wurden reichlich belohnt. Die Aussicht war absolut fantastisch, atemberaubend, fast schon surreal. Wir haben glaube ich so ziemlich den besten (und auch gefährlichsten) Platz entdeckt, um uneingeschränkte Sicht auf die Stadt, den Strand und das Meer am Fuße des Berges zu haben. Ich war so gefesselt von dem Anblick, dass ich gar nicht mehr gehen wollte. Ich kann mich jetzt noch vor meinem inneren Auge sehen: Ich stehe einfach nur da, auf dieser felsigen, ungesicherten Aussichtsplattform und genieße die fantastische Aussicht. Schaue mir alles an, einfach alles. Die Häuser und Straßen der Stadt, die wie ein Spielzeugmodell wirkt. Den ewig langen Sandstrand, voll mit Menschen, die von oben so winzig aussehen, an Stecknadelköpfe erinnern. Das weite Meer, welches in der Sonne glitzert und in zig verschiedenen Tönen von Hellblau über Türkis bishin zu sattem Dunkelblau schimmert. Ich kann den Wellen beim Entstehen zusehen. Das Wasser erscheint ruhig, doch dann, plötzlich, bildet sich weißer Schaum darauf und verwandelt sich in eine Welle, die immer weiter wächst und wächst, dann endlich den Strand erreicht und über dem Sand zusammenbricht. Das Wasser zieht sich zurück und das Schauspiel beginnt von vorne. Ich lasse meinen Blick weiter wandern, zu den zerklüfteten Felsen, umgeben von Wasser. Die meisten sind komplett davon bedeckt, doch einige der höheren Felsen durchbohren die Wasseroberfläche, ragen darüber hinaus. Mein Blick trifft die Boote und kleinen Schiffe, die unterwegs sind. Die Menschen an Bord sind nicht erkennbar, dafür sind sie einfach zu weit weg. Ich schaue noch weiter in die Ferne, doch kann kaum etwas sehen. Den Umriss eines einzelnen Berges, der Rest ist in Wasserdampf gehüllt, der dicht ist wie Nebel und den Anschein erweckt, es gäbe dahinter weder Meer noch Himmel. Mein Blick schweift wieder über das Wasser und die Wellen, wandert immer weiter nach hinten, bis er den Horizont erreicht. Die Linie, die Wasser von Himmel trennt, ist hier klar erkennbar – dunkelblau, präzise. Hier ist alles klar, keine Wand aus Wasserdampf, die den Blick trübt.

Ich richte mein Augenmerk wieder auf die Spielzeugmodell-Stadt, beobachte ein weiteres Mal das ferne Treiben am Strand und die Entstehung der Wellen. Mein Blick fällt wieder auf die Felsen. Diesmal durchbohre ich sie fast mit meinem Blick, versuche, mir alles einzuprägen, jede einzelne Felsformation, jedes noch so kleine Detail. Noch immer sind zahlreiche Boote und Schiffe im Wasser unterwegs. Wohin ihre Reise wohl geht? Ich lasse meinen Blick weiter wandern und konzentriere mich, um die fernen Berge diesmal besser erkennen zu können. Keine Chance, der Wasserdampf ist einfach zu dicht. Doch näher Richtung Strand ist die Horizontlinie nach wie vor klar erkennbar.

Diesen Prozess der Beobachtung und Einprägung wiederhole ich noch einige Male. Doch leider bleibt die Zeit bekanntlich nicht stehen und wenn wir unseren Bus erwischen wollen, sollten wir uns so langsam auf den Rückweg machen. Ich bewege mich langsam rückwärts und beobachte, wie Stadt, Strand und Meer mit jedem Schritt, den ich mich von ihnen entferne, näher zu kommen scheinen. Ein letzter Blick, ein letztes Mal Aufsaugen dieses wunderschönen Anblickes, dann drehe ich mich um und steige die Stufen hoch, die zurück auf die große Haupt-Aussichtsfläche führen. Wir gehen noch ein paar Meter weiter und entdecken weitere tolle Aussichtspunkte. Diesmal ist aber wirklich keine Zeit zum Verweilen. Ein allerletzter Blick, dann machen wir uns auf den Weg nach unten.

Es dauert keine Stunde, bis wir unten angekommen sind. Vor uns erstreckt sich der Strand, das Meer und ein paar hundert Meter weiter die Stadt. Auch von hier unten sieht all das schön aus, sehr schön sogar. Doch es ist nichts gegen die Aussicht von dort oben, von der Spitze des Mount Maunganui, die darüber hinausragt. Diese Aussicht ist nämlich nicht einfach nur schön. Sie ist traumhaft, faszinierend, atemberaubend. 

Der Aufstieg war anstrengend und schweißtreibend, aber für das Keuchen und Schwitzen wurden wir mit der fantastischsten Aussicht belohnt. Das war mal wieder ein Beweis dafür, dass sich Anstrengung und Durchhaltevermögen am Ende immer auszahlen.