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Die Zeit rennt

Das Phänomen “Zeit” ist wirklich unerklärlich. Gestern stand sie fast still, heute rinnt sie einem aus den Händen wie Sand…

Ich weiß noch, wie ich einen Beitrag geschrieben habe, als ich 40 Tage weg von zuhause war. Ich konnte es absolut nicht glauben, dachte, das sei eine richtig lange Zeit. Und jetzt? Jetzt sind es 108. Auf der einen Seite fühlt es sich viel kürzer an, auf der anderen aber auch viel länger. Zu Beginn schien die Zeit überhaupt nicht zu vergehen, Tage fühlten sich an wie Wochen, Wochen wie Monate. Doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet, die Zeit rast. Besonders seit wir in Australien sind gehen die Tage so unfassbar schnell vorbei, wir wachen morgens auf und ehe wir uns versehen ist Abend. Wir hatten einen Monat in Australien, jetzt ist davon noch genau eine Woche übrig. Noch eine Woche bis wir wieder im Flieger sitzen und Richtung Heimat fliegen werden. Noch eine Woche bis unsere Reise, unser großes Abenteuer, vorbei ist. In den Wochen vor der Abreise haben wir uns darauf vorbereitet, eingekauft, nach Unterkünften gesucht, uns gefreut und schließlich schweren Herzens von unseren Liebsten verabschiedet. Das alles kommt mir vor, als sei es Ewigkeiten her und gleichzeitig erst gestern gewesen. Wir kamen in Neuseeland an, haben die ersten Tage in Auckland verbracht. Dort wo es begonnen hat, haben wir unsere Zeit auf der Nordinsel auch beendet. Die Zeit dazwischen kam uns vor wie eine Ewigkeit, aber als wir zurück in der Stadt waren, fühlte es sich an, als seien wir gar nicht lange weg gewesen…

Es fühlt sich so an, als sei unser letzter Tag in Neuseeland zwei Monate her, dabei ist nichtmal einer vergangen. Unsere ersten Tage in Australien kommen uns so weit weg vor, dabei sind sie es gar nicht. Wir blicken jetzt auf 7 weitere volle Tage hier in Sydney und haben noch so viel vor, aber auch diese Woche wird vorbeigehen. Das Ende unserer gemeinsamen großen Reise ist in Sicht und die Tage werden bald schon an einer Hand abzuzählen sein. Ist das nicht verrückt? Ich finde schon, definitiv!

Aber man soll ja im Moment leben, die Zeit, die man an einem Ort, mit einer Person, hat, genießen. Genau das werde ich tun, ich werde die Zeit leben, lieben und genießen, anstatt zu versuchen, sie zu verstehen. Denn es gibt nicht “die eine” Erklärung, “den festen” Maßstab. Daten und Uhrzeiten sind zur Orientierung da. Aber wie man sie erlebt und wahrnimmt ist individuell, bei jedem Menschen verschieden…

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