Auckland bei Nacht

Wie ihr auf Instagram vielleicht mitbekommen habt, sind wir mittlerweile wieder zurück in Auckland Central, wo wir die letzten Tage bis zum Flug auf die Südinsel verbringen. 

Zusammen mit zwei anderen Backpackermädels sind wir bei einem Couchsurfinghost untergekommen und fühlen uns dort super wohl. Er hat innerhalb der letzten Jahre schon über 100 (!) Backpacker gehostet. Am Sonntag hat er uns auf eine Sightseeingtour mitgenommen, auf der er uns drei wunderschöne Strände in der Umgebung Aucklands sowie die Nightmarkets in Glenfield gezeigt hat. Wir haben so viel tolles gesehen und erlebt und sind unserem Host wirklich super dankbar dafür, dass er seine Zeit und seinen Sprit für uns „geopfert“ hat, um uns einen tollen Tag zu bereiten.

Wir hatten also wirklich Glück, dass unser Host sich als „Hobby-Travelguide“ entpuppt hat. Das Highlight an der ganzen Sache ist jedoch dass er in einem hübschen kleinen Apartment wohnt. In einem Hotel. Vier Sterne. Mit Dachterrasse. Inklusive Pool. Ja, ja, ja, ihr habt richtig gelesen! Wir waren im Vorfeld schon total hyped deswegen, aber als wir am Samstagabend dann wirklich dort oben waren – wow!

Auckland bei Nacht ist einfach der Hammer und die Dachterrasse bietet einen absolut fantastischen Ausblick darauf. Auf der einen Seite ist der SkyTower zu sehen, der 328 Meter in den Himmel ragt, auf der anderen die hohen Bürogebäude mit ihren gläsernen Fassaden, die hell erleuchteten Straßen und die vorbeifahrenden Autos, die sich im Glas spiegeln und vereinzelt auch ein paar wenige Menschen auf den Gehwegen. Im Hintergrund lässt sich der Hafen mit den unzähligen Segelbooten erahnen, doch genaue Strukturen sind nicht erkennbar, das Wasser wirkt tiefschwarz. Die riesige Autobrücke und die Gebäude, die sich im Wasser spiegeln, würden das perfekte Postkartenmotiv ergeben. Egal wohin man sieht: Gold, Gelb, Rot, Blau; Glitzer, Glanz und Schimmer: Millionen von Lichtern, absolut magisch!

So richtig perfekt machte diese Szenerie an diesem Abend der Vollmond, welcher hoch am Himmel stand. Die Bühne war ganz seine, denn es waren kaum Sterne am Himmel zu sehen. Weiß-graue Wolken zogen in Schlieren am Mond vorbei, was die mystische Wirkung der Szene noch verstärkte.

Die Geschichten und Erzählungen über den Vollmond scheinen wahr zu sein: Ich fühlte mich von seinem Licht magisch angezogen, musste ihn einfach immer wieder anstarren, war wie hypnotisiert. Er ließ die hohem Gebäude unter ihm erstrahlen und noch beeindruckender wirken.

Wir waren seitdem natürlich nochmal dort oben und wieder war ich absolut fasziniert von der traumhaften Aussicht, konnte auch diesmal nicht genug davon bekommen. Wenn ich dort oben stehe, bin ich komplett auf die Stadt unter mir und um mich herum fokusiert. Ich lasse meinen Blick immer und immer wieder langsam über das nächtliche Auckland schweifen, halte ab und zu inne, um alles aufzusaugen und lasse ihn dann weiter wandern… Den Gesprächen meiner Freunde lausche ich zwar nebenbei, doch ich beteilige mich nicht groß daran. Lieber möchte ich die Aussicht genießen, mich vollkommen darauf konzentrieren. 

Diese glitzernde, funkelnde Skyline, in strahlendes Mondlicht getaucht, zieht mich jedes Mal einfach sofort in ihren Bann, fesselt mich, lässt mich die Zeit vergessen. Ich könnte die ganze Nacht dort stehen, würde es nicht nach einiger Zeit ganz schön kalt werden. Bei jedem Schritt, den ich mich schließlich von der Dachterrasse in Richtung Aufzug entferne, dreht sich mein Kopf fast schon automatisch nocheinmal, um so lange wie möglich einen Blick auf die Skyline zu haben.

Heute Abend ging es noch ein letztes Mal dort hoch, in weniger als 12 Stunden heißt es dann entgültig „Goodbye Auckland, goodbye Nordinsel“. Denn wir fliegen morgen nach Christchurch, wo wir 11 Tage verbringen werden. Das ist zwar leider nicht sonderlich lange, aber wenigstens haben wir dann einen kleinen Teil der Südinsel gesehen und das ist schließlich besser als gar nichts, zumal der Trip dorthin eigentlich gar nicht eingeplant war. Aber nachdem uns gefühlt jeder Neuseeländer, den wir getroffen haben, gesagt hat, dass die Südinsel landschaftlich noch schöner und faszinierender sei als die Nordinsel, konnten wir gar nicht anders als umzuplanen und vor Australien noch auf die Südinsel zu fliegen.

Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt auf Christchurch und die Umgebung und natürlich auch auf unsere Gastfamilie dort. Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten! 

Heute haben wir noch den letzten Tag und Abend mit den anderen Backpackermädels genossen und werden jetzt schlafen gehen. Schließlich müssen wir morgen fit sein, da dann der letzte kleine Teil unserer Neuseelandreise beginnt. Krass, wie schnell die Zeit im Endeffekt doch vergeht… 

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