Back from Berlin

I’m back from Berlin. Gestern (Spät-)Abend um ca. 22:30 Uhr (und damit noch weit vor Mitternacht!) bin ich am Bahnhof angekommen – was nach dieser Rückreise fast schon an ein Wunder grenzte. Denn die verlief nicht ganz so optimal wie erhofft. Ein Polizeieinsatz warf die Reisepläne durcheinander und brachte die pünktliche Ankunft ins Wanken.  Aber spulen wir erstmal zurück zum Mittwoch, dem Anfang des Berlin-Trips…

Überraschung, Überraschung – auch die Hinfahrt ist alles andere als reibungslos verlaufen. Unser ICE nach Hannover hatte gleich mal Verspätung, weshalb wir den von dort nach Berlin nicht mehr bekommen hätten. Wir strandeten also in Göttingen, wo wir in einen ICE nach Berlin umstiegen. Damit verfiel natürlich die Buchung des Zuges von Hannover in die Hauptstadt samt Sitzplatzreservierungen. Wir mussten uns also auf den neuen Zug verteilen. Ich landete alleine auf einem freien Platz in einem Abteil und schlug die Zeit dank kostenlosem WLAN irgendwie tot.
Endlich in Berlin angekommen, machten wir uns auf den Weg zu unserem Hostel. Dieses war sehr zentral gelegen (Oraninenburger Straße) und wirklich super schön und gepflegt, auch wenn unser Zimmer sehr sehr klein war. Und da übertreibe ich gar nicht. Es war kaum möglich, sich darin fortzubewegen, sobald mehr als eine Person die Absicht hatte, dies zu tun. Aber na ja, wir waren ja sowieso nur zum Schlafen dort.

Noch an diesem Nachmittag stand eine Führung durch das jüdische Museum an. Anschließend wurden wir in den Abend entlassen, sind Essen gegangen und haben den ersten (halben) Tag schließlich in einer Bar ausklingen lassen. Von Donnerstag bis Samstag standen dann sowohl Sightseeing (leider nicht sehr ausführlich), als auch geführte Besichtigungen wichtiger (historischer) Orte und auch Museumsbesuche an. Einer der interessantesten Besuche war für mich der des Mauermuseums an der Bernauer Straße. Unser Guide hat wirklich einen super Job gemacht und uns sehr gut und auf interessante Art und Weise informiert. Einerseits war dieser Besuch also sehr interessant, andererseits aber auch wirklich bedrückend. Zwischendurch sind wir wirklich schweigend hinter dem Guide hergelaufen, um zum nächsten Besichtungspunkt zu kommen, weil wir die Informationen ersteinmal sacken lassen mussten. Nichtsdestotrotz kann ich einen Besuch des Mauermuseeums wirklich empfehlen.


Am Freitag durften wir uns den Bundestag mitsamt des Plenarsaals von innen ansehen und uns einen Informationsvortrag anhören, der teilweise echt lustig und unterhaltsam gestaltet war. Anschließend ging es noch auf die Aussichtsplattform und die Kuppel. Die Sicht war phenomenal, Berlin bei Nacht ist wirklich beeindruckend.


Um euch nicht zu langweilen, sollte ich nun eine kleine Erzählpause einlegen und zeige euch deshalb nun ein paar Bilder. Ich habe doch einige machen können und habe hier eine kleine Auswahl für euch.

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Unser Zimmer. Ziemlich eng, wie ihr sehen könnt.
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Das Foyer der Humboldt Universität, der ältesten Uni in Berlin.
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Der Plenarsaal im Bundestag.

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Der Ausblick von der Aussichtsplattform des Bundestags.
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Mein Versuch der Anfertigung eines Panorama-Fotos von Berlin bei Nacht.

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In der Kuppel des Bundestags.
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Die Weltuhr am Alexanderplatz.

Am Samstagnachmittag haben wir uns dann auf die Rückreise begeben. Wieder wollten wir zuerst nach Hannover fahren und dann dort umsteigen. Haste dir gedacht. Denn während der Fahrt kam es zu einem Konflikt zwischen dem Schaffner und einem Fahrgast, welcher keine Fahrkarte besaß und wohl meinte, sich im Klo einzusperren würde sein Problem lösen. Dem war – oh Wunder – aber nicht so und wegen polizeilicher Ermittlungen musste der Zug schließlich in Wolfsburg halten. Spätestens ab diesem Moment hatten wir alle die geplante und gebuchte Rückreise entgültig abgeschrieben.

Tatsächlich mussten wir in Wolfsburg in einen anderen ICE umsteigen. Damit verfiel – mal wieder – unsere Buchung inklusive Sitzplatzreservierung. Also wiederholte sich das Spiel vom Mittwoch, wir liefen durch gefühlt den kompletten Zug und verteilten uns auf verschiedene Plätze. Ich landete mit Freunden in einem Abteil im Ruhebereich. Gottseidank hatten wir entspannte Mitpassagiere und konnten uns trotzdem etwas lauter unterhalten und lachen, ohne direkt angepampt zu werden. So schlimm war die Rückfahrt trotz der Umstände dann also doch nicht. Und wir haben es ja geschafft und sind gestern Abend wieder zuhause angekommen.


Mein Fazit? Mhm, schwer zu sagen. Ich finde, dass Berlin eine unglaublich interessante Stadt mit einer spannenden Geschichte ist. Aber als schön würde ich es nicht bezeichnen. Zumindest nicht Berlin Mitte. Es gibt sicherlich einige schöne Flecken, beispielsweise Charlottenburg. Aber das was ich gesehen habe gefällt mir aussehenstechnisch nicht – und trotzdem gefällt es mir, auf eine andere Weise eben. Weil Berlin total aufregend ist und es so viel zu entdecken gibt. Ich möchte also auf jeden Fall wieder dorthin zurückkehren und mir noch so viel mehr anschauen, als wir in den wenigen Tagen geschafft haben.


Wart ihr schonmal in Berlin? Wie gefällt euch die Hauptstadt?

5 Gedanken zu „Back from Berlin“

  1. Oh weia, da hat die Deutsche Bahn ja ganze Arbeit geleistet – ich fahre extrem oft Zug und hatte bislang erst ein paar Mal richtig Pech, aber wenn es einen trifft, dann so richtig.
    Ich fand Berlin früher auch nicht so anziehend, habe meine Meinung dann aber nach ein paar Besuchen geändert und mittlerweile mag ich diese Metropole sehr gut leiden. Die Anzahl der individuellen Cafés haut mich einfach um und ich liebe die Unterschiedlichkeit der Stadtviertel 🙂

    Allerliebst
    Melia Beli
    http://www.meliabeli.de

    1. Da hast du Recht – wenn die Bahn Mist baut, dann so richtig. 😀 Wobei man fairerweise sagen muss, dass sie für den ticketlosen Fahrgast ja gar nichts konnten.
      Vielleicht wird sich meine Meinung nach weiteren Berlin-Besuchen auch noch ändern, wer weiß. Für das Besuchen von Cafés war leider nicht ganz so viel Zeit und wir waren auch hauptsächlich in Berlin Mitte unterwegs. Aber nächstes Mal möchte ich wie gesagt noch mehr von der Stadt sehen. <3

  2. Bei meinen ersten Berlin-Besuchen ging es mir genau wie dir, habe jedoch meine Meinung geändert- und darüber auch einen Post verfasst 🙂 Wenn du magst, kannst du ihn dir ja mal durchlesen, und dir vielleicht ein paar Inspirationen für deinen nächsten Besuch holen! 🙂

    Liebe Grüße, deine neue Followerin 😉

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